
Konferenz „Erbe und Gedenken. Schutz und Pflege evangelischer Friedhöfe“
Am 10. Januar 2026 fand im Lutherischen Zentrum in der Miodowa-Straße 21 zu Warschau die Konferenz „Dziedzictwo i pamięć – Ochrona i utrzymanie ewangelickich cmentarzy” („Erbe und Gedenken – Schutz und Pflege evangelischer Friedhöfe“) statt. Die Veranstaltung wurde von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen in Zusammenarbeit mit der Stiftung „Kamienie Niepamięci“ (Steine des Vergessens) organisiert.
An der Begegnung nahmen etwa 90 Besucher, die ein gemeinsames Interesse an dieser Thematik verbindet, teil. Das „Hilfskomitee der evangelisch-lutherischen Deutschen” aus Polen wurde durch das Vorstandsmitglied sowie den Chefredakteur der Zeitschrift „Weg und Ziel“, Herrn P. Zielnica, vertreten. Eröffnet wurde die Konferenz durch Bischof Jerzy Samiec, den Leitenden Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie den Vorsitzenden der Stiftung „Kamienie Niepamięci“ Maciej Lipiński. Im Anschluss sprach Agnieszka Godfrejów-Tarnogórska, als Pressesprecherin der Kirche zu den Teilnehmern.
Unter den Referenten befanden sich Vertreter zahlreicher Institutionen und Vereine aus ganz Polen, darunter das West-Institut (Instytut Zachodni) aus Posen (Poznań), die Jagiellonen-Universität Krakau (Kraków), das Institut für Nationales Gedenken (Instytut Pamięci Narodowej, IPN) aus Lodz (Łódź), der Verein „Lapidaria – Vergessene Friedhöfe in Pommern und Kujawien“ aus Thorn (Toruń), der Verein „Tiliae“ aus Liegnitz (Legnica), der Verein „Frydhof“ aus Konin, die Stiftung „Kwela“ (Fundacja Kwela) aus Łódź sowie das Nationale Institut für Museen (Narodowy Instytut Muzeów).
Jeder Vortrag löste lebhafte und spontane Diskussionen aus. Durch den regen Austausch von Gedanken und Fragen dauerte die Konferenz über den geplanten Zeitraum hinaus.
Das Treffen in Warschau verdeutlichte, wie die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen die Bemühungen um die Pflege und Rettung ehemaliger evangelischer Friedhöfe der deutschstämmigen Bevölkerung unterstützen kann. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den Gedanken- und Erfahrungsaustausch sowie zur Knüpfung neuer Kontakte zwischen den beteiligten Organisationen. Auch die Pausen wurden intensiv für vertiefende Gespräche genutzt.
Viele Teilnehmer gratulierten den Organisatoren zur Wahl dieses wichtigen Themas. Die Konferenz ermöglichte es, sich über aktuelle Projekte von Vereinen und Institutionen zu informieren und bot Interessierten die Gelegenheit zur Vernetzung.
Von allen Seiten wurde der Wunsch geäußert, ähnliche Treffen auch in Zukunft fortzuführen.
PZ