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Regionaltreffen der Evangelischen Posener

Am 23. 3. 2024 fand im Pfarrhaus der Evangelisch-Reformierten Kirche das Regionaltreffen der Gemeinschaft Evangelischen Posener statt. An der Begegnung nahm u. a. Przemysław Zielnica, stellvertretender Sprecher der LWW und zugleich Vorstandsmitglied im Hilfskomitee der evang-luth. Deutschen aus Polen, teil.

Begonnen hat die Veranstaltung um 14.00 Uhr mit dem Heimatgottesdienst, der von Generalsuperintendent Martin Herche stellvertretend für Pfarrer Boelter geleitet wurde.

Nach dem Gottesdienst diskutierten die Anwesenden bei Kaffee und Kuchen. Herr Zielnica erzählte über seine Zusammenarbeit mit Dr. Sprungala und betonte, dass das Interesse an der Geschichte der deutschen Minderheit im Posener Land ziemlich groß ist. Davon zeugt die Popularität der zweisprachigen Publikationen von Dr. Sprungala und in vielen Gemeinden des Posener Landes „entdecken“ ehrenamtliche Aktivisten ehemalige evangelische Friedhöfe und pflegen sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Aufklärung über die deutsche Minderheit im Posener Land sollte nach Ansicht von Herrn Zielnica weiter erfolgen. Der Stellvertreter der LWW fragte nach der aktuellen Lage der Zeitschrift „Posener Stimmen“ die noch viermal im Jahr erscheinen, beigelegt die Weichsel-Warthe. Leider muss auf die Geschichtsseiten des Posener Geschichtsverein (DGV), durch den Tod von Herr Horst Eckert und Dr. Sprungala, verzichtet werden.

Gegen 16.00 Uhr folgte der Vortrag des LWW – Sprechers zum Thema: Fraustadt (Wschowa) – eine deutsche Stadt im Posener Land (Wielkopolska). Erläuterung der deutschen und polnischen Namensgebung. Er präsentierte darin kurz die Geschichte des Fraustädter und Primenter Landes als einer Region, die aufgrund der Tätigkeit der Zisterzienser im Posener Land sehr früh durch Deutsche besiedelt wurde. Vorgestellt wurde auch die nationale (sprachliche) und konfessionelle Struktur der deutsch-polnischen Gemeinschaft in diesem Gebiet und schließlich die Bedeutung des deutschen und polnischen Stadtnamens. Bei der deutschen Bezeichnung „Fraustadt” besteht kein Zweifel, dass der Name zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria vergeben wurde, der polnische Name „Wschowa” ist dagegen sehr bemerkenswert. Bis jetzt behaupten polnische Forscher, dass „Wschowa” einen slawischen Ursprung habe. Herr Zielnica hingegen argumentiert in seinen Analysen, dass „Wschowa” vom lateinischen „Veschov” (vescovo) kommt, was Bischof bedeutet.

Am Ende des Vortrags konnten die Teilnehmer Fragen stellen. Die Veranstaltung endete gegen 18.00 Uhr.

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PZ

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